Geschichtliche Entwicklung der Bewachung


Die geschichtliche Entwicklung der Bewachung ist so alt wie die Geschichte selbst.

Ohne eine wirksame Bewachung wäre eine Entwicklung der Menschen nicht möglich gewesen. Der Schutz von Leib, Leben und Eigentum waren die Grundlage um erfolgreich arbeiten zu können.

»Zwielichtige Gestalten«, so glaubte man lange, wurden Personen genannt, die im Dunkeln um die Häuser zogen. Obwohl die »Wächter« eigentlich für Sicherheit sorgen sollen, ranken sich düstere Legenden um die nächtlichen »Patrouillengänger«.

»Nachtwächter!« Lassen sich heute die Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma nicht mehr von solchen Beschimpfungen beeindrucken, so galt es früher als ein Symbol für Unfähigkeit und das war noch geschmeichelt für die echten Nachtwächter zu jener Zeit.

Früher waren sie zumeist für den Schutz von Siedlungen und Lagern verantwortlich. Schon 300 v. Chr. wurden in Rom »Wächter« eingesetzt, jedoch waren es Gänse, die bei Bedrohungen mit ihrem Schnattern Alarm schlugen sofern, sich jemand nachts in die Nähe der Stadtmauern heranpirschte. Es gab aber auch richtige Nachtwächter, die die riesige, vor Bränden anfällige Stadt bewachten. Bewohner von billig gebauten Mietshäusern waren der Feuergefahr oft schutzlos ausgeliefert, wohingegen wohlhabende Römer sich eine private Feuerwehr leisten konnten.
Etwa 6 v. Chr. gründete Kaiser Augustus nach einem Großbrand die »vigiles«, eine Institution aus etwa 3500 freigelassenen Sklaven, die dem Oberkommando eines Präfekten unterstellt waren. Dieses militärisch organisierte Feuerwehrmodell bewährte sich mehrere hundert Jahre lang. Zur Brandbekämpfung kamen im Laufe der Zeit auch polizeiliche Tätigkeiten hinzu, neben der Suche nach Brandstiftern, wurden sie auch als Kampftruppe bei Unruhen oder aber auch für die Jagd auf Räuber, Diebe und entlaufende Sklaven eingesetzt.

Erst im Mittelalter entstand der nichtmilitärische Stand des Nachtwächters. Auch zu dieser Zeit ist die vorrangige Aufgabe gewesen, mögliche Brände rechtzeitig zu erkennen und bei Gefahr sofort zu melden. Weitere Aufgaben bestanden darin, Ausschau nach Dieben, Gesindel und Randalierer zu halten, Betrunkene begleiteten sie nach Hause. Übertretungen der Polizeistunde sowie das Anzeigen von »liederlichen Frauenzimmern« fielen ebenfalls in ihren Aufgabenbereich. In vielen europäischen Städten oblag es seiner Entscheidung, noch Einlass zu gewähren, da er hier für die Schließung der Stadttore verantwortlich war.

« zurück zur Startseite » weiter...

Kontakt | Anfahrt | Impressum | Sitemap